Aktuelles

Moses Moritz Kahn
2017-04-20 13:23:32

19.04.2017 : Die Stiftung Neue Synagoge Berlin – Centrum Judaicum konnte drei Exemplare aus dem Besitz von Rabbiner Dr. Moses Moritz Kahn (1871–1946) restituieren.

Die Bücher stammen mit hoher Wahrscheinlichkeit aus dem umfangreichen Ankauf der Berliner Stadtbibliothek von Büchern deportierter Berliner Juden im Jahr 1943. Außerdem steht ein Exemplar mit den Sammlungen des Berlinischen Gymnasiums zum Grauen Kloster (Streitsche Stiftung) im Zusammenhang.

Über das Wirken von Rabbiner Moses Kahn in der Streitschen Stiftung ist nichts bekannt. Nach der kriegsbedingten Zerstörung des Schulgebäudes wurden die Archiv- und Bibliotheksbestände des Grauen Klosters in die Berliner Stadtbibliothek überführt.

 

 

Die restituierten Bücher auf lootedculturalassets.de:

Festgebete der Israeliten : mit vollständigem, sorgfältig durchgesehenem Texte. 7. Theil. Peßachfest. Erster und zweiter Tag. (1902)

Machsor für Pessach, Shawuot und Sukkot; und Shabbat Chol HaMoed (1884)

Das Buch Ollolos Ephraim (1902)

 

[Die Redaktion]


Friedrich zu den Drei Quellen
2017-03-31 14:15:54

21.03.2017: Ein Buch aus der Bibliothek des Freimaurer-Kränzchens "Friedrich zu den Drei Quellen" in Bad Pyrmont konnte zurückgegeben werden.

Die Loge Friedrich zu den drei Quellen wurde 1776 in Bad Pyrmont gegründet. Die Loge wurde von den Nationalsozialisten 1935 aufgelöst und enteignet. Sie wurde in den Jahren 1945 bis 1948 wiederbelebt.

Das Buch wurde in den Bestand der Berliner Stadtbibliothek 1958 als "Geschenk" eingearbeitet, als Lieferant ist lediglich "Reserve" vermerkt. Vermutlich gelangte das Buch wie zahlreiche andere Exemplare aus Logenbibliotheken direkt nach Kriegsende 1945/46 über eine Zuweisung der Bergungsstelle für wissenschaftliche Bibliotheken in den Bibliotheksbestand.

Die ZLB bedankt sich herzlich beim Deutschen Freimaurermuseum Bayreuth für die Unterstützung bei dieser Rückgabe.

 

 

Das restituierte Buch auf lootedculturalassets.de:

Fischer, Robert: Erläuterungen des Lehrlings-Katechismus. (Erläuterung der Katechismen der Joh.-Freimrei, T. 1). Gera: Selbstverl., 1875.

 

Link:

Informationen zur Loge auf freimaurerei.de

 

[Die Redaktion]


Johannisloge Zur Wahren Eintra
2017-03-31 14:12:11

21.03.2017: Ein Buch aus der Bibliothek der Johannisloge Zur Wahren Eintracht in Schweidnitz konnte an die Mutterloge Royal York in Berlin zurückgegeben werden.

Die 1788 gegründete Johannisloge Zur Wahren Eintracht in Schweidnitz (Schlesien, heute Świdnica) wurde von den Nationalsozialisten 1935 aufgelöst und enteignet. Sie wurde nicht wiederbelebt.

Anhand der enthaltenen Nummer 15 der Bergungsstelle ist klar, dass das Buch aus einem Depot des Reichssicherheitshauptamtes (RSHA) in der Eisenacher Str. 11-13 in Berlin Schöneberg stammt. Das RSHA hatte dort geraubte Bücher aus ganz Europa zusammengetragen. Teile dieser Bücher wurden nach Kriegsende 1945 von der Bergungsstelle auf Bibliotheken in Berlin verteilt.

Die ZLB bedankt sich herzlich beim Deutschen Freimaurermuseum Bayreuth für die Unterstützung bei dieser Rückgabe.

 

Das restituierte Buch auf lootedculturalassets.de:

Wilhelm II [Hrsg.]: Volksliederbuch für Männerchor. (Bass II I. Band). Leipzig: Peters, [1906].



[Die Redaktion]

 

 


Verpel, Frankreich
2017-03-31 14:07:23

23.03.2017: Ein handgeschriebenes Kirchenbuch aus der Gemeinde Verpel, Frankreich, konnte an die Departmentalarchive der Ardennen zurückgegeben werden.

Der Zugangsweg in den Bestand der Berliner Stadtbibliothek ist unklar. Der im Zugangsbuch zugewiesene Lieferant „Kulturamt“ meint vermutlich die Abteilung für Volksbildung beim Magistrat von Berlin, die Zuweisung erfolgte allerdings kurz nach Kriegsende. Der Lieferant „Kulturamt“ wurde in dieser Zeit inflationär verwendet. Es ist also durchaus möglich, dass das Kirchenbuch schon vor 1945 in der Bibliothek lagerte, aber erst nach Kriegsende inventarisiert wurde.

 

Über den Weg von Verpel nach Berlin ist nichts bekannt, nach Einschätzung der Departmentalarchive der Ardennen war das Buch allerdings schon nach dem ersten Weltkrieg nicht mehr in Verpel.

Die Rückgabe erfolgte im Rahmen der Konferenz "Où sont les bibliothèques spoliées par les nazis? Tentatives d'identification et de restitution, un chantier en cours / Where are the libraries looted by the Nazis? Efforts at identification and restitution, a work in progress" in Paris.

 

 

Das restituierte Buch auf lootedculturalassets.de:

[Standesregister / Kirchenbuch von Verpel, Frankreich]. Verpel,  1751-1811.

 

Link:

Homepage der Archives départementales des Ardennes

 

[Die Redaktion]


Ministère de la Justice
2017-03-31 13:48:26

24.03.2017: Ein Buch aus der Bibliothek des Französischen Justizministeriums (Ministère de la Justice) konnte zurückgegeben werden.

Das Buch stammt aus Zuweisungen der Bergungsstelle, hier Auftrag Nr. 15 (Depot des Reichssicherheitshauptamtes)

Die Rückgabe erfolgte im Rahmen der Konferenz "Où sont les bibliothèques spoliées par les nazis? Tentatives d'identification et de restitution, un chantier en cours / Where are the libraries looted by the Nazis? Efforts at identification and restitution, a work in progress" in Paris.

 

Das restituierte Buch auf lootedculturalassets.de:

Helyot, Pierre ; Bullot, Maximilien: Qui comprend les Congregations des Chanoines Reguliers & des Chanoinesses Regulieres, avec les Ordres Militaires qui y ont raport. (Histoire Des Ordres Monastiques, Religieux Et Militaires, Et Des Congregations Seculieres de l'un & de l'autre sexe, qui ont esté establies jusqu'à present, 2). Paris: Nicolas Gosselin, 1714.

 

[Die Redaktion]


Ministère de l'Intérieur
2017-03-31 13:42:22

24.03.2017: Ein Buch aus der Bibliothek des Französischen Innenministeriums (Ministère de l'Intérieur) konnte zurückgegeben werden.

Das Buch stammt aus Zuweisungen der Bergungsstelle, hier Auftrag Nr. 15 (Depot des Reichssicherheitshauptamtes)

Die Rückgabe erfolgte im Rahmen der Konferenz "Où sont les bibliothèques spoliées par les nazis? Tentatives d'identification et de restitution, un chantier en cours / Where are the libraries looted by the Nazis? Efforts at identification and restitution, a work in progress" in Paris.

 

Das restituierte Buch auf lootedculturalassets.de:


Pothier, Robert Joseph: Traités sur différentes matières de droit civil, appliquées à l'usage du barreau et de jurisprudence françoise. (Tome 1) Paris, Orléans: Jean Debure, Rozeau-Montaut, 1773.

 

[Die Redaktion]


Ministère Affaires étrangèr
2017-03-31 11:24:54

24.03.2017: Sechs Bücher aus der Bibliothek des Französischen Außenministeriums (Ministère des Affaires étrangères) konnten zurückgegeben werden.

Die Bücher stammen aus Zuweisungen der Bergungsstelle, hier Auftrag Nr. 15 (Depot des Reichssicherheitshauptamtes)

Die Rückgabe erfolgte im Rahmen der Konferenz "Où sont les bibliothèques spoliées par les nazis? Tentatives d'identification et de restitution, un chantier en cours / Where are the libraries looted by the Nazis? Efforts at identification and restitution, a work in progress" in Paris.

                                                                

                                              

Die restituierten Bücher auf lootedculturalassets.de:


Binet, Benjamin: Idée Generale de la Theologie Payenne, Servant de Refutation au Systeme de Mr. Bekker. Touchant L'existence & l'Operation Des Demons. Ou Traitté Historique des Dieux du Paganisme. (1). Amsterdam: Jean du Fresne, 1699.

Bohn, Gottfried Christian: Gottfried Christian Bohns Wohlerfahrner Kaufmann. (2. Theil oder 2. und 3. Abtheilung). Hamburg: Carl Ernst Bohn, 1789.

Clémencet, Charles: Histoire Generale De Port-Roïal Depuis La Reforme De L'Abbaïe jusqu'à son entiere destruction. (3). Amsterdam: Jean Van Duren, 1756.

Delacroix, Jacques-Vincent: Constitutions des principaux états de l'Europe et des États-Unis de l'Amérique. (2). Paris: Buisson, 1791.

Du Buat-Nancay, Louis Gabriel: Elements de la politique, ou recherche des vrais principes de l'économie sociale. (4). Londres: s.n., 1773.

Don Giuseppe I.: I Lupi Smascherati Nella confutazione, e traduzione del Libro intitolato: Monita Secreta Societatis Jesu. In virtu de quali giunsero i Gesuiti all'orrido, ed esecrabile assassinio di Sua Sagra Reale Maesta' Fedelissima. (1). Ortignano: Tancredi & Zaccheri (Dr.), 1761.

 

[Die Redaktion]


Aron Tänzer
2017-03-17 14:29:07

[17.03.2017] Die Universitätsbibliothek Potsdam übergab das Digitalisat eines Buches aus dem Besitz von Aron Tänzer an dessen Erben.

Aron Tänzer (1871 Pressburg – 1937 Göppingen) stammte aus einer Rabbinerfamilie. Er selbst wirkte von 1896 bis 1905 als liberaler Rabbiner in der Israelitischen Kultusgemeinde Hohenems, Vorarlsberg und Tirol. Zugleich lehrte er in der Erwachsenenbildung und war Historiker und Publizist. Ab 1907 lebte und arbeitete Tänzer in Göppingen, 1909 gehörte er zu den Mitbegründern der Stadtbibliothek. Am Ersten Weltkrieg nahm Tänzer als Feldrabbiner teil und erhielt hohe Auszeichnungen. 1921 wurde er Ehrenmitglied des Veteranen- und Militärvereins „Kampfgemeinschaft“. Aron Tänzer starb völlig desillusioniert Anfang 1937.

In erster Ehe war Aron Tänzer mit Rosa, geb. Handler (1875-1912) verheiratet und hatte vier Kinder. Seine zweite Frau Bertha Tänzer, geb. Strauß (1876-1943), mit der er zwei Kinder hatte, wurde im August 1942 nach Theresienstadt deportiert und starb dort ein Jahr später. Alle sechs Kinder überlebten die NS-Zeit.

Die Kontaktaufnahme erfolgte dankenswerterweise durch das Jüdische Museum Hohenems. Die Erben erklärten sich bereit, das Buch im Sammlungszusammenhang der Universitätsbibliothek zu belassen und sich mit seiner digitalisierten Fassung zu begnügen.

 

 

Das übergebene Buch auf looteculturalassets.de:

Lehmann, Marcus (Hrsg.), Sefer Meʾor ha-golah : hu sipur gadol ṿe-nekhbad meʾod, Gebr. Romm, Vilnius 1890.

 

Link:

Jüdisches Museum Hohenems

 

 

[Die Redaktion]


Familie Hartbrodt
2017-03-15 11:16:14

[09.03.2017]: Zwei Bücher aus dem Besitz der Familie Hartbrodt konnten zurückgegeben werden. Die Bände wurden auf Wunsch der Erben der Stiftung Neue Synagoge - Centrum Judaicum in Berlin übergeben.

Die enthaltenen Spuren konnten eindeutig der Familie Hartbrodt zugeordnet werden. Bei dem einer Frau Hartbrodt gewidmeten Buch bleibt allerdings unklar, welchem konkreten Familienmitglied es zuletzt gehörte. Das zweite Buch gehörte dem am am 21.07.1924 in Berlin geborenen Erich Lutz Hartbrodt. Er flüchtete 1939 nach Großbritannien und überlebte so den Holocaust. Die Hartbrodts waren als Juden verfolgt.

Das Buch von Frau Hartbrodt stammt aus dem von der Berliner Stadtbibliothek 1943 getätigten Ankauf von Büchern der deportierten Berliner Juden. Das zweite Buch von Erich Lutz Hartbrodt wurde 1945 als "Geschenk" erfasst. Es ist anzunehmen, dass das Buch ebenfalls zu diesem Ankauf gehört.

"Frau Hartbrodt, unter deren Dache dieses Werk zustandekam.

Berlin, den 14. Juni 1934 Dr. Erich Gredinger"

 

Die restituierten Bücher auf lootedculturalassets.de:

Gredinger, Erich: Untersuchungen über die Geheimmittel gegen die "gefährlichen Tierkrankheiten" : Ein Beitrag zur Regelung der Geheimmittelfrage im neuen Reichsarzneimittelgesetz. Leipzig: Pfau, 1934.

Mendelssohn, Moses: Der Mensch und das Werk : Zeugnisse / Briefe / Gespräche. Berlin:  Welt-Verl., 1929.

 

 

[Die Redaktion]


Talmud Thora Ez Chaim e.V.
2017-03-15 11:07:26

[09.03.2017]: Ein Buch aus der Bibliothek des Talmud Thora Ez Chaim e.V. wurde an die Stiftung Neue Synagoge - Centrum Judaicum in Berlin übergeben.

Der Talmud Thora Ez Chaim e.V. in Berlin war eine 1918 gegründete private Thoraschule in der Grenadierstr. 31/32 (heute Almstadtstr. 16). Über die Umstände des Entzugs ist nichts bekannt, die Schule ist im Berliner Adressbuch zuletzt 1937 verzeichnet.

Der Band enthält einen Sicherungsstempel der Berliner Stadtbibliothek der ab ca. 1940 bis mindestens Mitte der 1950er Jahre verwendet wurde, darüber hinaus aber keinerlei Hinweise auf Quelle und Datum des Zugangs.

 

Das übergebene Buch auf lootedculturalassets.de:

Masekhet Horayot Min Talmud Bavli: מסכת הוריות מן תלמוד בבלי : ...עם פירוש רש״י, תוספות ותוספות ישנים ופסקי פירוש המשניות תוספות, רבינו אשר וקצור פסקי הרא״ש ... ו להרמב״ם . (Talmudʺ babilonskīj). Ṿilna: Rom, 1911.

 

Links:

Jüdisches Museum Berlin: Sonderausstellung »Berlin Transit« - Talmud Thora Ez Chaim

 

 

[Die Redaktion]

 


Sankt-Johannis-Loge
2017-03-15 10:58:14

Exlibris der Loge zur Einigkeit[13.03.2017]: Ein Buch aus der Bibliothek der Sankt-Johannis-Loge Zur Einigkeit in Frankfurt am Main konnte zurückgegeben werden.

Die 1742 gegründete Sankt-Johannis-Loge Zur Einigkeit wurde 1742 in Frankfurt am Main gegründet. Die Loge wurde von den Nationalsozialisten 1935 aufgelöst und enteignet. Sie wurde in den Jahren 1946 bis 1948 wiederbelebt.

Das Buch gelangte nach Kriegsende 1946 in den Bestand der BStB. Lieferant war die Bergungsstelle, Bergungsauftrag Nr. 15, Depot des Reichssicherheitshauptamtes in der Eisenacher Straße.

Die ZLB bedankt sich herzlich beim Deutschen Freimaurermuseum Bayreuth für die Unterstützung bei dieser Rückgabe.

 

Das restituierte Buch auf lootedculturalassets.de:

Anhang zu dem fünf und zwanzigsten bis sechs und dreyßigsten Bande der allgemeinen deutschen Bibliothek - Fünfte Abtheilung. (Allgemeine deutsche Bibliothek ; 25/36.1777/78, 5.Abt.). Berlin und Stettin: Nicolai, ca. 1779.

 

                                                                                                                                                                           Exlibris der Loge zur Einigkeit

Links:                                                                                                                                                                            

Webseite der Loge zur Einigkeit

Die Loge zur Einigkeit im Freimaurer-Wiki

 

[Die Redaktion]

 


Johannis-Loge Eisernes Kreuz
2017-03-15 10:49:38

[13.03.2017]: Ein Buch aus der Bibliothek der Johannis-Loge Friedrich Wilhelm zum Eisernen Kreuz in Bonn konnte zurückgegeben werden. 

 Die Johannis-Loge Friedrich Wilhelm zum Eisernen Kreuz wurde 1742 in Bonn gegründet. Die Loge wurde von den Nationalsozialisten 1935 aufgelöst und enteignet. Sie wurde 1952 als Loge „Fünf Punkte“ wiederbegründet und trägt seit 2008 wieder den Namen Friedrich Wilhelm zum Eisernen Kreuz.

Das Buch wurde in unbearbeiteten Depotbeständen der Berliner Stadtbibliothek gefunden, war nie in den Bibliotheksbestand aufgenommen worden und hat entsprechend keine Zugangsnummer, keinen Bibliotheksstempel etc. Vermutlich gelangte das Buch wie zahlreiche andere Exemplare aus Logenbibliotheken direkt nach Kriegsende 1945/46 über eine Zuweisung der Bergungsstelle für wissenschaftliche Bibliotheken in den Bestand der Berliner Stadtbibliothek.

Die ZLB bedankt sich herzlich beim Deutschen Freimaurermuseum Bayreuth für die Unterstützung bei dieser Rückgabe.

 

Das restituierte Buch auf lootedculturalassets.de:

Hamburgische Zirkel-Correspondenz: Die Mitgliederzeichen der aktiven deutschen Johannislogen. (Abbildungen von Mitgliederzeichen der Freimaurerlogen ;1). Hamburg: Rademacher (Druck), 1902.

 

Links:

Webseite der Loge Friedrich Wilhelm zum Eisernen Kreuz

Die Loge im Provenienz-Wiki

 



[Die Redaktion]

 


Große Loge von Preußen
2017-03-15 10:19:32

 

[13.03.2017]: Fünf Bücher aus dem Bestand der Bibliothek der Großen Loge von Preußen, genannt Royal York zur Freundschaft in Berlin, konnten zurückgegeben werden.

Die Große Loge von Preußen, genannt Royal York zur Freundschaft wurde 1752 in Berlin gegründet. Die Loge wurde von den Nationalsozialisten 1935 aufgelöst und enteignet. Sie wurde ab 1946 wiederbelebt.

Anhand der in fast allen Bänden enthaltenen Nummer 15 der Bergungsstelle ist klar, dass die Bücher aus einem Depot des Reichssicherheitshauptamtes (RSHA) in der Eisenacher Str. 11-13 in Berlin Schöneberg stammen. Das RSHA hatte dort geraubte Bücher aus ganz Europa zusammengetragen. Teile dieser Bücher wurden nach Kriegsende 1945 von der Bergungsstelle auf Bibliotheken in Berlin verteilt.

Die ZLB bedankt sich herzlich beim Deutschen Freimaurermuseum Bayreuth für die Unterstützung bei dieser Rückgabe.


 

Die restituierten Bücher auf lootedculturalassets.de:

Friedrich : Oevres posthumes de Fréderic II, Roi de Prusse. (Tome. II). Berlin: Voss et Fils et Decker et Fils, 1788.

Gayot de Pitaval, François: Causes Celebres et interessantes, avec les jugemens qui les ont decidées. (T. 3). Neaulme: La Haye, 1735.

Meißner, August Gottlieb und Canzler, Karl Christian [Hrsg.]: Für aeltere Litteratur und neuere Lectüre : Quartal-Schrift. (3. Stück). Leipzig: Breitkopf, 1784.

Meißner, August Gottlieb und Canzler, Karl Christian [Hrsg.]: Für aeltere Litteratur und neuere Lectüre : Quartal-Schrift. (3. Jahrgang. 2. Quartal. 3. und 4. Heft). Leipzig: Breitkopf, 1785.

Schmidt, Michael Ignaz: Kaiser Franz I. : Vom Jahre 1745 bis 1765. (Michael Ignaz Schmidts Kaiserl. Königl. wirklichen Hofraths, Direktors des Kaiserl. Königl. Hausarchivs, und der Büchercensur Commißion-Beysitzers Geschichte der Deutschen ; Neunzehnter Theil, Vierzehnter Band). Ulm: Stettinsche Buchhandlung, 1805.


                                                                                                                                        

Links:                                                                                    

Webseite der Loge Royal York

Webseite der Bibliothek im Logenhaus

Die Loge Royal York im Freimaurer-Wiki

Die Loge Royal York im Provenienz-Wiki


 

[Die Redaktion]

 


Abraham Geiger Kolleg
2017-03-15 09:12:08

[13.03.2017] Die Bibliothek der Freien Universität Berlin übergab dem Abraham Geiger Kolleg einen Band als Schenkung, der aus der Bibliothek der Hochschule für die Wissenschaft des Judentums stammt.

DIe Hochschule für die Wissenschaft des Judentums wurde 1872 als Lehranstalt in Berlin gegründet, die die wissenschaftliche Beschäftigung mit dem Judentum befördern und erhalten wollte. Die Einrichtung mit Sitz in der heutigen Tucholskystraße diente auch der akademischen Ausbildung liberaler Rabbiner und Geistlicher. An der Hochschule lehrten renommierte Persönlichkeiten wie Abraham Geiger, Salomon Neumnann, Hermann Cohen, Ismar Ellbogen und Leo Baeck. Am 19. Juli 1942 wurde die Hochschule geschlossen und ihr gesamtes Inventar, einschließlich der Bibliothek beschlagnahmt.

Ein Rechtsnachfolger für die Hochschule/Lehranstalt existiert heute nicht mehr. Das Abraham Geiger Kolleg an der Universität Potsdam versteht sich aber als dessen Nachfolgereinrichtung.

 

[Die Redaktion]

 


Familie Rosenthal
2017-02-22 09:32:04

[21.02.2017] Die Stiftung Neue Synagoge Berlin – Centrum Judaicum konnte ein Exemplar der Familie Rosenthal an deren Erbengemeinschaft in den USA erfolgreich restituieren.

Familie Rosenthal lebte in Berlin und Bytom (dt: Beuthen/Oberschlesien). Ein Großteil ihrer Mitglieder wurde in der Shoah ermordet, einigen Mitgliedern gelang jedoch die Emigration. Die gesamte Hausbibliothek der Familie konnte allerdings nicht gerettet werden. Das zurück gegebene Exemplar entstammt vermutlich dem Altbestand der Jüdischen Gemeinde zu Berlin (Ost).

 

Das restituierte Buch auf lootedcultualassets.de:

Minhah hadashah : oder mahzor 'al kol ha-shanah. Neu übersetzt von R.J. Fürstenthal und Cunow, Bd. 5, Mahzor für shavuot, Krotoschin 1841

 

[Die Redaktion]


Sammelrückgabe IKG Wien
2017-02-16 08:46:14

16.02.2017: Gemeinsam konnten von der Universitätsbibliothek der Freien Universität Berlin, der Bibliothek der Universität Potsdam und der Zentral- und Landesbibliothek Berlin vier Bücher an die Israelitische Kultusgemeinde Wien (IKG Wien) zurückgegeben werden.

Die IKG Wien entstand 1852 nach Genehmigung durch die Behörden des Kaisers. Damit besaß die jüdische Gemeinde einen Rechtsstatus, der ihr Autonomie in allen inneren Angelegenheiten gewährte. In der Folge entstand eine aus breitgefächerte Infrastruktur, zu der auch Bibliotheken und Lehrhäuser gehörten. Am Vorabend des Anschlusses von Österreich an Deutschland im Jahr 1938 zählte die Gemeinde 185.000 Mitglieder, nach Kriegsende waren es nur noch 25.000. In diesem Zeitraum wurden auch die Einrichtungen der Gemeinde geplündert oder zerstört.

 

Die restituierten Bücher auf lootedculturalassets.de:

Max Schneider; Heinz Jörg Ahnert: Ein Hilfsmittel zum Nachweis von Verfassern deutscher Literaturwerke. Berlin: Haude & Spenersche Buchhandlung Max Paschke, 1927. (FU Berlin)

Bertinoro, Ovadiah; Heller, Yomṭov Lipman: משניות סדר טהרות : עם פירוש הגאון מוהר״ר עובדיה מברטנורה ועם תוספת יום טוב. Krakau, Ṿladislav, 1644. (UB Potsdam)

Teomim, Yosef Ben Meir: ספר ראש יוסף. Frankfurt/Oder: Y. Lev, 1794. (UB Potsdam)

Geßner, Salomon: Salomon Geßners Schriften : IItr Band. Zürich, Geßner u. Comp., 1767. (ZLB)                   

 

Link:

Webseite der Israelitischen Kultusgemeinde Wien

 

[Die Redaktion]                                                                            


Rückgaben der UB Potsdam
2017-02-15 10:24:57

Im November 2016 konnte die Universitätsbibliothek Potsdam ein Buch von Marcus Melchior zurückgegeben.

Marcus Melchior (1897 Fredericia/Dänemark – 1969 Hamburg) studierte ab 1915 am orthodoxen „Rabbinerseminar zu Berlin“ sowie an der Berliner Universität und wirkte ab 1922 als Rabbiner in Schlesien, u.a. in Tarnowitz. 1934 kehrte er nach Kopenhagen zurück, leitete die dortige Religionsschule und war Lehrer. 1943 folgte die Emigration nach Schweden, wo Melchior bis 1945 als Rabbiner wirkte. Nach seiner Rückkehr wurde er zum Oberrabbiner Dänemarks ernannt – ein Amt, das er bis zum Lebensende ausübte.

Das Buch enthält neben dem Stempel des Rabbiners den Vermerk der Bergungsstelle 80. Dahinter verbirgt sich die Ende 1945 von den Alliierten konfiszierte Bibliothek des Berliner Schauspielers Schöngart. Später gelangte das Buch in die Sammlung des Rabbiners Yehuda Aschkenasy.

Die UB Potsdam restituierte bis Ende des Jahres 2016 aus ihrer Aschkenasy-Sammlung vier Bücher an vier Jüdische Gemeinden: Köln, Darmstadt, Dresden und Leipzig. Die in diesen Büchern befindlichen Stempel waren jeweils der entscheidende Hinweis auf den Vorbesitzer, alle genannten Gemeinden sind deren Rechtsnachfolger. Gleichwohl erklärten sich diese Jüdischen Gemeinden bereit, die Exemplare im Sammlungszusammenhang der Universitätsbibliothek zu belassen und sich mit der digitalisierten Fassung der Bücher zu begnügen.

2016 wurden des Weiteren Digitalisate von zwei Büchern, die zweifelsfrei als Raubgut identifiziert werden konnten, an das „Bing-Museum“ in Freinsheim (Rheinland-Pfalz) sowie an das „Aktive Museum Spiegelgasse für Deutsch-Jüdische Geschichte“ in Wiesbaden übergeben. Beide Bücher verbleiben bis zur Restitution bzw. zur Ermittlung der Erben in der UB Potsdam.

 

Die (restituierten) Bücher auf lootedculturalassets.de:

August Wünsche, Pesikta des Rab Kahana : Das ist die älteste in Palästina redigierte Haggada. Nach der Buberschen Textausgabe zum ersten Male ins Deutsche übertragen und mit Einleitung und Noten versehen, Leipzig 1885

Ismar Ellbogen (Hrsg.) Das Leben des Rabbi Mosche Ben Maimon : Aus seinen Briefen und anderen Quellen. übersetzt von Bin Gorion, Berlin 1935

J.M. Japhet, Tefilot Yeshurun : meturgamot Ashkenazit milah be-milah : Izraʾeliṭishez gebeṭbukh, mit ṿorṭlikhʿer iberzeṭtsung, Frankfurt/Main 1890

Julius Bergmann, Jüdische Apologetik im neutestamentlichen Zeitalter, Berlin 1908

Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaft des Judentums (Hrsg.), Ḳovets maʻaśe ha-Tanaʼim. Maʻarakhah shelishit, midrashe ha-Tanaʼim. Sifre de-ve Rav = Siphre D'be Rab. Fasciculus primus : Siphre ad Numeros adjecto Siphre zutta. Cum variis lectionibus et adnotationibus, Leipzig 1915

Leo Baeck, Ismar Ellbogen [u.a.], Die Grundlagen der jüdischen Ethik, hrsg. vom Verband der Deutschen Juden, Berlin 1920

Seligmann Baer Bamberger, Abraham Adler, Marcus Lehmann (Hrsg.), Ḥamishah ḥumshe Torah : ʿim ha-hafṭarot ṿe-ḥamesh megilot : meduyaḳ heṭev = Uebersetzung der fünf Bücher Moses, Frankfurt/Main 1905
 

 

[Anke Geißler-Grünberg]


Georg Mecklenburg
2017-02-01 13:19:45

Exlibris Georg Mecklenburg31.01.2017: ein Exlibris von Georg Mecklenburg konnte zurückgegeben werden.

Das Exlibris konnte eindeutig Georg Mecklenburg, geboren 1869 in Königsberg, zugeordnet werden. Der Sohn des Kaufmanns Louis Mecklenburg und seiner Frau Rosalie zog aus Königsberg nach Chemnitz, wo er die Färberei ‚Kunath & Mecklenburg’ besaß. Von 1921 bis 1927 war er Vorsitzender der Jüdischen Gemeinde in Chemnitz. Mecklenburg war zudem im Vorstand des Zentralvereins der deutschen Juden und betätigte sich als Mäzen und Kunstsammler. Georg Mecklenburg nahm sich im Februar 1932 das Leben.

Er war in erster Ehe verheiratet mit Lucie Mecklenburg geb. Manasse die bereits 1916 verstarb. Seine zweite Ehefrau Margarethe Mecklenburg geb. Pulvermacher wohnte nach seinem Tod in Berlin, wurde 1942 nach Auschwitz deportiert und dort 1943 ermordet.

Das in der Exlibris-Sammlung der Berliner Stadtbibliothek gefundene Exlibris stammt nachweislich aus der sog. Sammlung Treptow (Trp, Hans Pohl), erkennbar an Pohls handschriftlicher Notiz „Exlibris. Federzeichnung v. Ollmuth“. Welchem Buch das Exlibris wann entnommen wurde konnte bislang nicht ermittelt werden. Da die Entnahme vor dem Zugang in den Bibliotheksbestand erfolgt ist, ist zudem unklar, ob sich überhaupt ein passendes Buch im Bestand befindet.

Die Rückgabe wurde mit Hilfe des Holocaust Claims Processing Office (HCPO) in New York durchgeführt, wofür wir uns herzlich bedanken.

 

Das restituierte Exlibris auf lootedculturalassets.de:

Exlibris 406 - Georg Mecklenburg

 

Links:

Suchmeldung zu Margarethe Mecklenburg auf LostArt

Webseite des HCPO

[Sebastian Finsterwalder]


Christian Science
2017-02-01 12:47:43

cover31.01.2017: Zwei Bücher aus Lesezimmern der Christian Science in Berlin und Breslau konnten an die First Church of Christ, Scientist in Boston zurückgegeben werden.

Christian Science ist eine von Mary Baker Eddy um 1870 entwickelte Lehre, auf deren Grundlage 1879 eine Glaubensgemeinschaft gegründet wurde. Ende des 19. Jahrhunderts auch in Deutschland eingefüht, gab es bald mehrere Kirchen und Gemeinden. Ab 1937 begann das nationalsozialistische Regime die freie Betätigung der Christlichen Wissenschaft zu behindern, 1941 folgte schließlich das Verbot.

Bei beiden Büchern handelt es sich um unbearbeiteten Depotbestand der Berliner Stadtbibliothek. Das Buch aus Breslau stammt aus Zuweisungen der Bergungsstelle, hier Auftrag Nr. 15, einem Depot des Reichssicherheitshauptamtes, das geraubte Bücher aus ganz Europa beinhaltete. Der Zugangsweg des Buches aus dem Berliner Lesezimmer ist unbekannt.

 

Die restituierten Bücher auf lootedculturalassets.de:

Eddy, Mary Baker: Liederbuch der Christlichen Wissenschaft (Christian Science) : mit fünf Gedichten. Boston, Mass.: The Christian Science Publishing Society, 1924.

Eddy, Mary Baker: Unity of Good. Boston, Mass.: Trustees under the Will of Mary Baker G. Eddy, 1887.

 

Links:

Webseite der First Church of Christ, Scientist

[Sebastian Finsterwalder]


Unsere Kooperation wächst!
2017-01-06 16:12:43

Ende letzten Jahres sind mit der Badischen Landesbibliothek in Karlsruhe und dem Institut für die Geschichte der deutschen Juden in Hamburg zwei neue Partner der Kooperation beigetreten. Während die Badische Landesbibliothek sich über eine Förderung durch das Deutsche Zentrum Kulturgutverluste freuen darf, befasst sich das Institut für die Geschichte der deutschen Juden bereits länger mit dem Thema NS-Raubgut und Beutegut.

Damit bündeln nun sechs Einrichtungen ihre Erfahrungen im Bereich Provenienzforschung und stellen ihre Informationen gemeinsam der Öffentlichkeit zur Verfügung.

[Ringo Narewski]

 


Unsere Arbeit im Radio
2016-10-20 09:07:20

Exlibris Bruno Marwitz

Am 19. Oktober 2016 strahlte das Deutschlandradio Kultur ein Feature zur Suche nach NS-Raubgut und Beutegut aus. Den informativen Beitrag finden Sie hier.

Der Beitrag beschreibt auf recht ausführliche und detailreiche Weise unsere Arbeit und die Probleme dabei. Ebenso unsere Erfolge!

[Ringo Narewski]

 


Gemeinsame Rückgabe
2016-04-20 13:24:53

Die Zentral- und Landesbibliothek Berlin und die Universitätsbibliothek der Freien Universität Berlin haben gemeinsam zwei Exlibris und ein Buch an die Erben von Franz und Clara Fürstenheim restituiert.

Für die Rückgabe konnte auf die gesammelten Rechercheergebnisse in der LCA-Datenbank zurückgegriffen werden. Bereits 2012 konnte die ZLB zwei Bücher und ein loses Exlibris an die Erben von Franz und Clara Fürstenheim zurückgeben. Ein Buch mit dem gleichen Exlibris, welches jetzt im Bestand der Universitätsbibliothek auftauchte, wurde zusammen mit zwei weiteren Exlibris im Bestand der ZLB gemeinsam an die Erben geschickt.

 

Weitere Informationen unter „Raubgutforschung“ der Zentral- und Landesbibliothek Berlin:

http://www.zlb.de/de/ueber-uns/bibliothekarisches-fachpublikum/raubgutforschung/restitutionen2016.html#c21075

http://www.zlb.de/ueber-uns/bibliothekarisches-fachpublikum/raubgutforschung/restitutionen-2012.html

[Matthias Maede]


Präsentation LCA-Datenbank
2016-03-15 13:05:29

Am 10. März 2016 wurde unsere gemeinsame Datenbank "Looted Cultural Assets" in der Stiftung Neue Synagoge, Centrum Judaicum in Berlin öffentlich präsentiert.

Wir freuen uns, dass wir mit dieser Dokumentation einen wichtigen Beitrag zur Aufklärung von NS-Raubgut in Bibliotheken und zur Aufarbeitung der eigenen Geschichte leisten können. Mit jedem Buch, das wir an die Nachfahren der Opfer zurückgeben können, geben wir auch ein Stück Erinnerung zurück.
Denn schon Goethe wusste: "Auch Bücher haben ihr Erlebtes, das ihnen nicht entzogen werden kann."

Wir bedanken uns bei allen Beteiligten und den Leitungen unserer Einrichtungen für die Zusammenarbeit und die Unterstützung.

 

Pressemeldungen:

Campus Leben, 10.03.2016

RBB Kulturradio, 10.03.2016

Deutschlandradio Kultur, 10.03.2016

Jüdische Allgemeine, 11.03.2016

Potsdamer Neuste Nachrichten, 16.03.2016

Tagesspiegel, 14.03.2016

TAZ, 11.03.2016
 

[FU UB Team]


Rückgabe von Beutegut ...
2016-01-06 12:07:01

... an die Bibliothek des Parlamentes von Lettland

Ende November 2015: Die Stabstelle NS-Raub- und Beutegut der Universitätsbibliothek der Freien Universität Berlin konnte 37 Bücher an die Parlamentsbibliothek „Library of Saeima“ nach Riga in Lettland zurückgeben. Die Bücher stammen aus der 1979 von der FU Berlin gekauften Privatbibliothek von Alfred Weiland. 

Die Bibliothek des Parlamentes, die sog. "Library of Saeima“ wurde während der deutschen Besatzung (1941-1945) in Lettland ausgeraubt und Teile des Bestandes wurden als Beutegut nach Deutschland verschleppt. Es ist davon auszugehen, dass diese durch die Wehrmacht erbeuteten Bände von Lettland in die ehemalige Bibliothek des Reichssicherheitshauptamtes (RSHA) nach Berlin gebracht worden sind. Alfred Weiland hatte in den 50er Jahren in Berlin-Schöneberg an der Sicherstellung geraubter Literaturbestände mitgearbeitet und dabei seine eigene Privatbibliothek erweitert. Daher lassen sich in seinen gesammelten Büchern oft unterschiedliche Hinweise finden, die auf NS-Raub- und Beutegut hindeuten. Seit einigen Jahren bemüht sich die Universitätsbibliothek der Freien Universität Berlin um die Rückgabe von NS-Raub- und Beutegut aus dieser Sammlung.

Bei der Überprüfung der Provenienzen in der Bibliothek Alfred Weiland tauchten vermehrt Stempel mit der Aufschrift "Latvijas Republika Saeimas Biblioteka" auf. Ferner waren die Bücher durch Katalognummern gekennzeichnet. Nach einer Anfrage bei der lettischen Parlamentsbibliothek in Riga wurde bestätigt, dass es sich um die geraubten Bestände aus dem 2. Weltkrieg handelt. Somit wurde der rechtmäßige Eigentümer, das Lettische Parlament, zweifelsfrei identifiziert.

Dies ist die zweite Rückgabe von Büchern aus Beutegutbeständen an die Bibliothek des Lettischen Parlaments. Die erste Rückgabe fand im Dezember 1992 durch die Deutsche Nationalbibliothek statt.

Das Team freut sich über die erfolgreiche Rückgabe und bedankt sich für die gute Zusammenarbeit mit der Parlamentsbibliothek in Riga.

[Elena Brasiler und NR]


Fortbildungstag
2015-12-11 12:49:40

"Spurensuche – NS-Raubgut Forschung in Bibliotheken und Archiven. Ein Fortbildungsangebot aus der Praxis für die Praxis" Unter diesem Motto findet zur Zeit in Zusammenarbeit mit dem Jüdischen Museum Berlin der zweite Fortbildungstag, veranstaltet von der Initiative Fortbildung für wissenschaftliche Spezialbibliotheken und verwandte Einrichtungen e.V. statt. Themen sind u.a. Informationen zur Rechtslage, Erbensuche und Kontaktaufnahme sowie verschiedene Datenbanken. Die Zentral- und Landesbibliothek sowie die Universitätsbibliothek der Freien Universität nehmen daran teil. Das ganze Programm findet man hier:

http://www.initiativefortbildung.de/pdf/2015/Spurensuche.pdf

[Sina Latza]


Restitution der ZLB und BSB
2015-12-11 12:40:18

Zum Abschluss des 4. Arbeitskreistreffens Provenienzforschung in Bibliotheken fand die feierliche Überreichung von 4 Büchern der 1942 vom NS-Regime aufgelösten Bibliothek der Hochschule für die Wissenschaft des Judentums an das Abraham Geiger Kolleg statt. Bis jetzt ist auf der Webseite des Abraham Geiger Kollegs (http://www.abraham-geiger-kolleg.de/) noch keine Meldung dazu erschienen, eine Pressemitteilung der Bayerischen Staatsbibliothek gibt es hier:

https://www.bsb-muenchen.de/aktuelles/article/bayerische-staatsbibliothek-und-zentral-und-landesbibliothek-berlin-restituieren-buecher-an-das-abraham-geiger-kolleg-potsdam/

[Sina Latza]


Arbeitskreistreffen
2015-12-08 15:37:55

Morgen, am 9. Dezember 2015 findet das 4. Treffen des Arbeitskreises Provenienzforschung in Bibliotheken bei unserem Kooperationspartner, der UB Potsdam statt. Bei diesem Treffen kommen Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen verschiedener Projekte zum Thema Provenienzforschung in Bibliotheken aus ganz Deutschland zusammen, um sich auszutauschen. Neben den Berichten aus den einzelnen Projekten, stehen auch Themen wie die Weiterentwicklung der Lostart-Datenbank (hier der Link: www.lostart.de) und eine Strategiediskussion mit Bericht aus Hannover auf dem Programm. Heute treffen sich nämlich dort die Mitglieder des Arbeitskreises Provenienzforscher.

[Sina Latza]


Hello world!
2015-12-02 10:55:38

Jetzt ist es soweit: ab sofort ist die kooperative Provenienzdatenbank unter der Domain lootedculturalassets.de zu finden! Zwar ist einiges noch nicht komplett fertig, aber wir arbeiten dran. So wird sich in den nächsten Tagen z.B. noch einiges bei der Recherche ändern. Natürlich wird die Datenank dennoch jeden Tag um viele Exemplare und Provenienzhinweise wachsen.

[Sina Latza]